Bayerischer Elternverband: Nein zur Denunziation von AfD-kritischen Lehrern!

In Hamburg hat die AfD Anfang September eine Plattform eingerichtet, wo Schüler und Eltern Lehrer melden sollen, die sich im Unterricht kritisch über die Partei äußern. Dies ist nun in weiteren Bundesländern, darunter auch Bayern, geplant. Der Bayerische Elternverband ist darüber empört. Martin Löwe, Landesvorsitzender des Bayerischen Elternverbands: "Dies erinnert an Zeiten, als Blockwarte für die NSDAP Spitzeldienste leisteten. Einen auch nur ansatzweisen Rückfall in solche Praktiken darf es in Deutschland nie wieder geben!"

Im Beutelsbacher Konsens sei klar geregelt, wie Schulen mit kontroversen politischen Themen umzugehen hätten: "Was in ... Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen". Löwe weiter: "Wir verstehen dies sogar als Auftrag an unsere Lehrer, zusammen mit den ihnen anvertrauten jungen Menschen öffentliche Äußerungen, sei es von Privatpersonen oder von Parteien, an die Maßstäbe von Grundgesetz und Ethik zu halten".

In hohem Maße befremde außerdem, dass die Meldungen anonym erfolgten. "Dies verstößt gegen den Anstand der Kommunikation. Wer etwas zu kritisieren hat, soll auch sein Gesicht zeigen!", schließt Löwe.

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Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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Henrike Paede
Stellvertretende Landesvorsitzende
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