Bayerischer Elternverband protestiert gegen weitere Abschiebung aus Ausbildungsverhältnis

Wie uns Bayerischer Flüchtlingsrat und GEW bestätigten, soll am Mittwoch, den 6. Dezember erneut eine Gruppe von Afghanen abgeschoben werden, darunter der junge Zia Rahman Z., der gerade an einer Berufsfachschule die Ausbildung zum Assistenten für Ernährung und Versorgung durchläuft.

Der Bayerische Elternverband protestiert energisch gegen diese erneute Abschiebung eines Auszubildenden. Dies widerspreche den Zusicherungen der Staatsregierung, dass Abschiebungen aus Schule und Berufsausbildung nur noch in extremen Ausnahmefällen erfolgen sollen, wie es Innenminister Herrmann gegenüber Arbeitgeberverbänden bei einem Runden Tisch vor ca. einem Jahr versprochen hatte. "Warum hier ein extremer Ausnahmefall vorliegen soll, wurde bisher nicht kommuniziert", kritisiert der Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Martin Löwe. "Wir fordern das Innenministerium auf, die geplante Abschiebung von Zia Rahman Z. zu unterlassen."

Abschiebungen trotz Schulbesuchs oder Ausbildung waren in der letzten Zeit wieder häufiger zu beobachten. "Allein seit Mitte November sind zwei Fälle bekannt", setzt Löwe fort. "Das Innenministerium ist aufgefordert, seine Versprechungen zu halten. Andernfalls besteht das Menschenrecht auf Bildung nur auf dem Papier."


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Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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Henrike Paede
Stellvertretende Vorsitzende
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