BEV-aktuell Juli 2017

- Demokratie
- Amtsübergabe
- Umfrageergebnisse
- KES an FöS
- Wahlunterlagen
- Dyskalkulie
- Inklusionsdiskurs
- Schülermeinung
- Bildungspetition
- Ideenwettbewerb
- Termine

Δ Hier steckt Demokratie drin

Wer anfängt nachzudenken, wo überall Demokratie drin steckt - so wie wir dies derzeit anlässlich unseres Jahresthemas tun - findet sie viel häufiger als erwartet. Mit dem griechischen Buchstaben Δ (Delta) machen wir dies nun auch sichtbar. - Zum Thema passt auch unser soeben gestellter Antrag auf Aufnahme in das Wertebündnis Bayern.

Δ Elternbeirat: Amtszeit und Geschäftsübergabe

Damit der neue EB auf der Arbeit des alten aufbauen kann, sollte eine Geschäftsübergabe stattfinden, bei dem sämtliche Unterlagen und ein Bericht über den vergangenen Geschäftszeitraum übergeben und besprochen werden. – Hier die Amtsdauer von Elternbeirat (EB), Klassenelternsprechern (KES) und Gemeinsamem Elternbeirat (GEB) sowie Anfang und Ende der Amtszeit:

EB Grundschule, Mittelschule 1 Schuljahr (von Wahl bis Neuwahl)

Gymnasium, Realschule, Wirtschaftsschule 2 Schuljahre (von Wahl bis Neuwahl)

Förderschule 2 Schuljahre (vom/bis 1. des Monats, der auf Wahl/Neuwahl folgt)
KES Grundschule, Mittelschule 1 Schuljahr (von Wahl bis Ende Schuljahr (31.7.))

Gymnasium, Realschule, Wirtschaftsschule gemäß Beschluss des EB

Förderschule gemäß Beschluss des EB (voraussichtlich ab 1.8.2017 in Kraft)
GEB Grundschulen, Mittelschulen 1 Schuljahr (von Wahl bis Neuwahl)

Förderschulen 2 Schuljahre (von Wahl bis Neuwahl)


Δ Umfrage über das neue Verfahren zur Wahl des Elternbeirats

Herzlichen Dank allen Teilnehmern dieser Erhebung! Die Ergebnisse sind hier abzurufen. – Es wäre allerdings gewagt, sie als repräsentativ zu betrachten, dafür war die Teilnahme zu gering. Dennoch werden wir das Ergebnis dem Ministerium bekannt geben, insbesondere das Problem, dass die Vertretung aller Jahrgangsstufen nun nicht mehr gewährleistet ist. Was die organisatorischen Anlaufschwierigkeiten beim Wahlverfahren angeht, so wagen wir vorsichtig zu prognostizieren, dass sie nach den ersten Erfahrungen in den Griff zu bekommen sind.

Δ Mehr Demokratie an Förderschulen

Einer Forderung des Bayerischen Elternverbands wurde unlängst entsprochen: Zum kommenden Schuljahr können gemäß BayEUG Art. 64 Abs. 2 Satz 1 - neu ab dem 1. August 2017 - Klassenelternsprecher auch an Förderschulen gewählt werden. Dies setzt allerdings einen Beschluss des Elternbeirats voraus. Für die Wahl der Klassenelternsprecher wird gewöhnlich die erste Klassenelternversammlung im neuen Schuljahr genutzt. Da aber die erste Sitzung des Elternbeirats möglicherweise erst danach stattfindet (z. B. wenn er neu gewählt wird), empfehlen wir, den Beschluss noch im alten Schuljahr zu fassen und ihn der Schulleitung mitzuteilen.

Δ Wahlunterlagen

Für einen Unkostenbeitrag von 15 Euro - unsere Mitgliedsschulen zahlen selbstverständlich nichts - können Sie vom Bayerischen Elternverband Wahlordnungen für die Wahl von Klassenelternsprechern und des Elternbeirats, Vorlagen für Stimmzettel und Protokolle, Anleitungen sowie nützliche Tipps in elektronischer Form bekommen. Wie das geht, haben wir auf unserer Webseite beschrieben.

Δ Dyskalkulie endlich anerkennen!

Während für Kinder mit Legasthenie bzw. Lese-Rechtschreibstörung in der Schule Erleichterungen und besondere Unterstützung vorgesehen sind, ist das bei Dyskalkulie immer noch nicht der Fall. Sie ist als Beeinträchtigung nicht anerkannt. Dies möchte - auch - der Landesverband Legasthenie Bayern ändern. Er hat unlängst dem Landtag eine Petition übergeben, in der gefordert wird, endlich auch Schülern mit Dyskalkulie geeignete Hilfen und Ausgleichsmaßnahmen zu gewähren, da betroffene Kinder ihre Lernpotenziale sonst nicht entfalten könnten. Die Petition kann online noch bis zum 6. August unterzeichnet werden. Da der Kreis der Betroffenen selbst zu klein ist, um eine nennenswerte Anzahl von Unterschriften zusammen zu bringen, bitten wir Sie dringend um Ihre Unterstützung, auch für die weiteren Aktionen des Verbands.

Δ Inklusion spaltet bundesweit die Gemüter

Was nicht selbstverständlich ist, muss mühsam gelernt werden - dieser rote Faden zieht sich in Sachen Inklusion durch alle Bundesländer. Nach einer forsa-Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) glauben Lehrer in Bayern unter den jetzigen Bedingungen nicht an den Erfolg von Inklusion. Sie klagen über mangelnde Unterstützung und fordern Sonderpädagogen als Zweitlehrer. In Rheinland-Pfalz brachte elterliche Unzufriedenheit die Aktion „Pro Förderschule“ hervor und die Hamburger Bürgerschaft muss sich mit der zornigen Volksinitiative „Gute Inklusion“ befassen, die ein Artikel in Spiegel online näher beleuchtet. Inzwischen ist die deutsche Übersetzung der Allgemeinen Bemerkungen des zuständigen UN-Fachausschusses zum Recht auf inklusive Bildung erschienen, die klare Positionen zum Stand der Umsetzung in der BRD beziehen und die Verpflichtungen der Staaten beschreiben. Bemerkenswert ist dabei die Feststellung, dass sich aus der UN-BRK kein elterliches Wahlrecht zwischen allgemeiner und Förderschule ableiten lasse, sondern dass ausschließlich das Recht des Kindes auf inklusive Bildung beschrieben sei. Ein Artikel fordert daraufhin gar einen „Neustart“ für Inklusion in Deutschland. - Während diskutiert wird, befasst sich der „Mittendrin-Kongress“ im September mit sehr praktischen Inklusionsfragen wie Fachdidaktik, Berufsorientierung, Schulentwicklung oder Überforderung von Lehrern. Schirmherr ist der von Trisomie 21 betroffene Lehrer Pablo Pineda.

BaumanagerCamps in den Sommerferien 2017 haben noch Plätze frei!

Wer sich für den Beruf des Bauingenieurs interessiert, kann in den „BaumanagerCamps“ in Teamarbeit ein eigenes Bauprojekt nebst zugehöriger Planung durchführen. Die Teilnehmer werden dabei von Profis unterstützt und angeleitet. Außerdem werden sie von Referenten des bbw e. V. rund um die Uhr betreut und bekommen ein Rahmenprogramm geboten. Die Camps finden vom 20.-25.8.2017 in München und vom 27.8.-1.9.2017 in Nürnberg statt. Anmeldeschluss ist der 15. Juli 2017.

Δ Gute Schulentwicklung bezieht Schülermeinung ein

Nur selten befürworten Lehrer eine institutionalisierte Rückmeldung der Schüler über ihren Unterricht. Im Gymnasium Königsbrunn bei Augsburg lässt sich ein respektables Drittel darauf ein. Hier stellen Lehrer Aussagen zu ihrem Unterricht aus einem Katalog zusammen. Ihnen können die Schüler mittels einer App abgestuft zustimmen oder sie verneinen. Für die Lehrer ist nicht sichtbar, welche Schüler teilgenommen haben. Diese vorbildliche Maßnahme ist Teil des Schulentwicklungsprogramms und soll helfen, den Unterricht zu verbessern. Die Schule lässt sich die Software der Fa. Feedbackschule etwa 400 Euro pro Jahr kosten.

Δ Bundesweite Bildungspetition vor der Bundestagswahl

Obwohl nicht der Bund, sondern die Länder für Schulbildung zuständig sind, halten wir diese Petition für unterstützenswert. Indem sie nämlich den - unzuständigen - Bund zum Handeln auffordert, legt sie den Finger in die Wunde, die der Föderalismus der Bildung zufügt.

Δ Ideenwettbewerb: Schools of Tomorrow

Wie wünschen sich Kinder und Jugendliche die Schule von morgen? HKW und ZEIT Verlagsgruppe laden Schüler im Schuljahr 2017/18 zu einem Wettbewerb ein, ihre Ideen, Visionen und Forderungen in beliebigen Formaten darzustellen. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundespräsident Steinmeier. Die Gewinner reisen zur Abschlusspräsentation im Juni 2018 nach Berlin. Teilnehmen können bis Ende Januar Schüler aller Jahrgangsstufen, einzeln oder in Gruppen.

Terminhinweise

Wir wünschen Ihnen und Ihrer ganzen Familie schöne und erholsame Ferien!

... übrigens: In den Ferien brauchen Kinder und Eltern Abstand von Schule und Leistungsdruck. Gönnen Sie sich Zeit für einander und lassen Sie die Schule getrost links liegen! Nach einer Pause macht Schule wieder Spaß und viele Probleme erledigen sich von selbst.