Bayerischer Elternverband fordert technisch stabile Lösungen für hochwertigen Distanzunterricht - das Opfern von Ferien löst die Probleme nicht!

Die Faschingsferien zu streichen, offenbart aus der Sicht des Bayerischen Elternverbands die Hilflosigkeit des Kultusministers angesichts seiner eigenen Erwartung, dass der Distanzunterricht und vor allem die dazu benötigte Plattform Mebis immer noch nicht funktionieren.

"Wir fragen uns, was man eigentlich in den letzten 10 Monaten unternommen hat, um die technischen Voraussetzungen für den Distanzunterricht zu schaffen", kritisiert Martin Löwe, Landesvorsitzender des BEV. Hochschulen und Universitäten hätten es ja auch hinbekommen, den Lehrbetrieb ins Internet zu verlegen. Dass man nun auf die Faschingsferien zugreife, um versäumten Unterricht nachzuholen, sei ein Armutszeugnis, das noch gekrönt werde von der Aufforderung des Ministers an die Lehrkräfte, sie sollten doch zum Telefonhörer greifen, wenn Mebis ausfällt. Löwe schüttelt den Kopf: "Seit wann kann man ganze Klassen per Telefon unterrichten?"

Der Zugriff auf die Ferien komme durchaus den Ängsten einer gewissen Anzahl von Eltern entgegen, die fürchten, dass ihre Kinder ins Hintertreffen geraten. Andererseits aber sei damit nur dann etwas gewonnen, wenn in der Zeit der Faschingsferien Präsenzunterricht stattfinden könnte, was der BEV für nahezu ausgeschlossen hält.

Kommende Woche ist nun laut Staatskanzlei Distanzunterricht angeordnet, laut Kultusminister soll letzterer dagegen nur "wo möglich" stattfinden. "Das klingt zwar realistisch," so Löwe, "ist aber eine schlechte Nachricht für die Bildung unserer Kinder." Eine zentrale Forderung des BEV ist daher, nun endlich für technisch stabile und datenschutzkonforme Lösungen zur sorgen, damit hochwertiger Distanzunterricht durchgängig in ganz Bayern stattfinden könne.

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Der Bayerische Elternverband steht allen Eltern in Bayern offen. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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