Psychische Erkrankungen sind mehr als Privatsache - Schule muss aufklären!

Am 9. Mai wird im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags die Petition einer Gruppe von Gymnasiasten behandelt, die eine verbindliche Vermittlung von Wissen über psychische Erkrankungen im Unterricht fordert.

Angesichts der zunehmenden Fälle insbesondere von Depression auch unter Schülern unterstützt der Bayerische Elternverband dieses Anliegen. "In der Arbeitswelt ist Depression einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit", erläutert Martin Löwe, Landesvorsitzender des BEV. "Mit besserer Aufklärung schon im Schulalter, auch über Prävention und Hilfen, ließe sich dieser Anteil sicher senken. Denn eine Depression kommt nicht von heute auf morgen." Je früher Betroffene ihr seelisches Leid identifizieren und behandeln könnten, umso eher könne ihm abgeholfen werden. Depression habe den Stellenwert des "nur" individuellen Leidens längst überschritten und belaste inzwischen messbar die Gesellschaft. Hier sei der Staat in der Pflicht, gegenzusteuern.

"Wie die Staatsregierung in ihrer Stellungnahme dargelegt hat, bietet der Lehrplan plus viele Möglichkeiten, dieses Thema zu behandeln. Doch wie immer bei den sog. fächerübergreifenden Bildungszielen sind dies nur Optionen. Dass wirklich jeder Schüler das nötige Wissen mitbekommt, ist keineswegs gesichert", erläutert Löwe. "Daher fordert auch der Bayerische Elternverband die verbindliche Vermittlung dieser Volkskrankheit im Unterricht".

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Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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Stellvertretende Landesvorsitzende
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