Bayerischer Elternverband: Jeder Schüler benötigt nach den Ferien eine Ausstattung für den digitalen Unterricht

Mit der Fortsetzung des Fernunterrichts nach den Osterferien drohen diejenigen Schüler weiter ins Hintertreffen zu geraten, die zu Hause kein digitales Endgerät wie Laptop oder Tablet haben. Für sie muss nach Ansicht des Bayerischen Elternverbands sofort eine Lösung gefunden werden.

"Wir fordern die Schulen und Schulträger auf, diesen Schülern spätestens am ersten Schultag eines der mobilen Geräte zu leihen, die jetzt in den Schulen nicht benötigt werden", sagt Martin Löwe, Landesvorsitzender des Bayerischen Elternverbands e. V. "Schließlich wurden diese Geräte ja aus öffentlichen Mitteln für die Schüler angeschafft. Es wäre sinnlos, sie in Zeiten des Bedarfs ungenutzt in den Schulen herum stehen zu lassen."

Um weitere derzeit nicht genutzte Geräte unter die Schüler zu bringen, organisiert der Bayerische Elternverband eine Börse. "Wer einen PC, ein Notebook, Tablet, Smartphone, einen Drucker oder eine Webcam verschenkt, verleiht oder benötigt, kann sich ab sofort unter der Mailadresse corona(at)bev.de melden. Wir führen Geber und Empfänger zusammen." Die Liste wird nicht öffentlich geführt, entsprechende Personen werden nach Landkreisen zusammengebracht.

Auch für Familien, die keinen Drucker haben, ist die Fernbeschulung schwer zu meistern. "Hier sehen wir die Schulen in der Pflicht, den Schülern die fertig ausgedruckten Papiere per Post oder anderweitig zuzusenden", so Löwe.


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Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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Stellvertretende Landesvorsitzende
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