Schule braucht Verlässlichkeit - Bayerischer Elternverband fordert Ende befristeter Verträge

Dass der Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler in hohem Maß von guten und verlässlichen Bindungen zu Lehrpersonen abhängt, ist seit langem bekannt. Diese Verlässlichkeit ist aber oft gerade dort nicht gegeben, wo sie wegen besonderer Bedürfnisse von Kindern besonders wichtig wäre. Martin Löwe, Landesvorsitzender des Bayerischen Elternverbands e. V., erläutert: "Externe Kräfte wie etwa Schulsozialarbeiter, Schulbegleiter oder Unterstützer in Deutschklassen, gehören nicht fest zum Schulkollegium, sondern werden von Jahr zu Jahr neu eingestellt. Letzteres gilt ebenso für viele befristet angestellte Lehrerinnen und Lehrer. Weil die erneute Anstellung regelmäßig bis kurz vor Schuljahresbeginn nicht sicher ist, müssen sie den erstbesten Vertrag nehmen, der ihnen in Folge auch von anderer Seite angeboten wird. Dies hat häufige und unerwünschte Wechsel in den Schulen zur Folge. Verlässliche und wirkungsvolle Bindungen sehen anders aus!"

Überdies liefen die meisten dieser Arbeitsverträge lediglich über 11 Monate. Derartige unsichere Arbeitsplätze destabilisierten nicht nur die Schule, sondern seien auch eine Zumutung für die Betroffenen. Löwe setzt fort: "Außerdem kann nicht angehen, dass der Staat regelmäßig das 12. Gehalt im Jahr von den Beitragszahlern der Arbeitslosenversicherung finanzieren lässt. Wir fordern unbefristete Verträge für alle Lehr- und Drittkräfte!"

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Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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