In Bayern fehlen Lehrer

Elternverband fordert die Staatsregierung auf, ihre Einstellungspolitik zu überdenken.

Kultusminister Spaenle hält die Lehrerversorgung im kommenden Schuljahr für gesichert und verweist auf 3000 Neueinstellungen, 1400 davon allein an den Grund- und Hauptschulen. Der Bayerische Elternverband sieht das anders. Ein großer Teil der neuen Lehrer ersetze Lehrer, die in Pension gehen. An den Grundschulen werde insbesondere durch die Inklusion erheblich mehr pädagogisches Personal benötigt.

Der Streit der vergangenen Wochen um die vielen neuen Kombiklassen habe zudem gezeigt, dass vor allem auf dem Land Lehrer fehlten. "Kombiklassen werden längst auch dort eingerichtet, wo genug Kinder für Jahrgangsklassen da sind", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Die Schulämter können mit der derzeitigen Lehrerstundenzuweisung nicht einmal die Vorgaben des Kultusministeriums einhalten. Da ist Spaenles Behauptung, es gebe genug Lehrer, einfach ein Witz!" Die Staatsregierung müsse mindestens doppelt so viele neue Lehrer einstellen wie geplant.