Zwei Schulformen sind genug

BEV sieht die Schulpolitik der CDU als Schritt in die richtige Richtung.

Der Bayerische Elternverband (BEV) spricht sich für ein zweigliedriges Schulsystem aus. Neben dem Gymnasium soll es künftig nur noch eine weitere Schulform geben. In dieser Schule können die Schülerinnen und Schüler alle Abschlüsse machen, nach 13 Schuljahren auch das Abitur. Der BEV sieht den Vorstoß der CDU, in allen Bundesländern Haupt- und Realschule zusammenzulegen, deshalb positiv.

"Das ist zwar noch nicht die Schule für alle, für die der BEV seit Jahren kämpft", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Doch die Richtung stimmt, und wir sind optimistisch." In gemischten Gruppen könnten Kinder nachweislich besser voneinander und miteinander lernen als in den nur scheinbar einheitlichen Klassen der herkömmlichen Schularten. Dort werde allen Kindern gleichzeitig derselbe Lernstoff vorgesetzt, was jeder pädagogischen Erkenntnis widerspreche. "Auch Bayern wird sich modernen Lernformen öffnen müssen", sagt Lampl. "Es wäre mutig, sich jetzt an die Spitze der Bewegung zu setzen, um nicht in ein paar Jahren das Schlusslicht zu sein."