Programm

zum öffentlichen Teil der BEV-Landesversammlung
am 23. April 2016, Gasthaus Zur Linde, Neunkirchener Str. 6, 91207 Lauf

Thema der Landesversammlung:

Eltern und Schule – Partner ohne gleiche Rechte und Pflichten?

10.00 UhrBegrüßung durch den BEV-Landesvorsitzenden Herrn Martin Löwe
 
Grußworte
- Herr Thomas Lang, 3. Bürgermeister der Stadt Lauf
-Herr Dr. Gerald Klenk, Schulamtsdirektor Nürnberger Land
 

10.30 Uhr




Prof. Dr. Werner Sacher, Elternarbeitsforscher
Vortrag zum Thema
•    Der Einfluss der Eltern in der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
•    Warum Schulerfolg stark von der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus abhängt
•    Brauchen Eltern mehr Rechte, um Partner auf Augenhöhe zu werden?
 
11.30 UhrDiskussion – Fragen – Antworten
 
12.30 UhrVerabschiedung durch den BEV-Landesvorsitzenden Martin Löwe
Get-together

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Begrüßung durch den BEV-Landesvorsitzenden

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Vortrag: Eltern und Schule – Partner ohne gleiche Rechte und Pflichten?

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Pressemitteilung des BEV vom 25. April 2016

Elternmitwirkung im Zentrum der Landesversammlung des Bayerischen Elternverbands

Im gut gefüllten Wollnersaal der "Linde" in Lauf fand am Samstag die Landesversammlung des Bayerischen Elternverbands e. V. statt. Nach der Eröffnung durch den Landesvorsitzenden Martin Löwe aus Rosenheim sprachen der dritte Bürgermeister der Stadt Lauf, Thomas Lang, und Schulamtsdirektor Dr. Gerald Klenk Grußworte. Vertreter der LEV Gymnasien, der LEV Realschulen, der LEV Fachoberschulen, der EVO Elternvereinigung und des Grundschulverbands bildeten zusammen mit den Mitgliedern des Bayerischen Elternverbands ein interessiertes und diskussionsfreudiges Publikum.

Im Zentrum des öffentlichen Teils stand der Vortrag von Elternarbeitsforscher Professor Dr. Werner Sacher zum Thema "Eltern und Schule - Partner ohne gleiche Rechte und Pflichten?"

Sacher legte dar, dass das Elternhaus gegenüber der Schule die weitaus wichtigere Rolle für den Bildungserfolg der Kinder spiele. Die dafür benötigten Fähigkeiten könnten entgegen landläufiger Vorstellungen von jedem Elternhaus geleistet werden, auch solchen ohne Deutschkenntnisse oder ohne Bildungshintergrund. Dabei sei die Fähigkeit, "Nachhilfe" geben zu können, vollkommen unerheblich; elterliche Nachhilfe könne sogar kontraproduktiv sein. Sacher betonte die Notwendigkeit eines guten Schulterschlusses zwischen Schule und Elternhaus. Allerdings mache es Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern seiner Elternvertretung durch eine schwache rechtliche Position nicht einfach, da die hiesigen Schulgesetze vergleichsweise wenig Interaktion der Eltern mit den schulischen Ebenen vorsehe. Sacher stellte überzeugend dar, dass die Stärkung der rechtlichen Position bis hin zur materiellen Unterstützung mehr Eltern für ein Ehrenamt in der Elternvertretung motivieren könne und formulierte, dass auch in Bayern die Einführung einer gesetzlichen Elternvertretung an der Zeit wäre. Dass die vom Kultusministerium vor zwei Jahren vorgestellte "Bildungs- und Erziehungspartnerschaft" sich im Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz nur noch als "Erziehungspartnerschaft" niedergeschlagen habe, bedauerte er als Rückschritt gegenüber der ursprünglichen Intention. - Die anschließende lebhafte Diskussion förderte anregende Ideen zur praktischen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu Tage.

Der Nachmittag war sodann dem internen Teil der Mitgliederversammlung gewidmet.

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Bilder der Veranstaltung