BEV aktuell Oktober 2013

•Was halten Eltern von Inklusion?

•Ehrenamt Klassenelternsprecher

•ELSA - Beratung für Eltern suchtgefährdeter Kinder

•Lernen für den Frieden

•Termine

∩ Was halten Eltern von Inklusion?

„Erfunden“ haben es die Eltern. Vor Jahrzehnten setzten Eltern in München und Berlin durch, dass ihr behindertes Kind zusammen mit den Freunden aus der Nachbarschaft in die Kindergartengruppe und später in die Klasse ging. Der Gedanke dahinter: Jedes Kind hat das Recht, dazuzugehören. Heute heißt das Inklusion. Eltern schätzen gemeinsames Lernen umso mehr, je länger sie es kennen. Anfängliche Skepsis verwandelt sich fast immer in Zustimmung, auch bei den Eltern nichtbehinderter Kinder. In den wenigen Fällen, in denen der gemeinsame Unterricht scheiterte, lag das an Kommunikationsproblemen, an der schlechten Ausstattung oder an zu wenig Personal. Eine repräsentative Umfrage im März 2010 ergab: Zwei Drittel der Befragten sind für gemeinsamen Unterricht - egal, welcher politischen Partei sie nahe stehen. (Quellen)

 

Ehrenamt Klassenelternsprecher

Klassenelternsprecher ist ein freiwilliges Ehrenamt. Niemand braucht sich wählen zu lassen, und wer aufhören möchte, braucht sich nicht zu rechtfertigen. An Grund- und Mittelschulen müssen Klassenelternsprecher gewählt werden, an Realschulen, Wirtschaftsschulen und Gymnasien legt der Elternbeirat fest, ob er sie wählen lässt. Neben dem, was die Schule von jedem Elternvertreter erwarten darf - gute Zusammenarbeit und Einsatz für die Kinder -, haben Klassenelternsprecher bestimmte Aufgaben. Die stehen für Grund- und Mittelschule in der Schulordnung und werden an den anderen Schularten vom Elternbeirat festgelegt. An Grund- und Mittelschulen wählen die Klassenelternsprecher den neunköpfigen Elternbeirat beziehungsweise bilden ihn, wenn die Schule nicht mehr als neun Klassen hat. Stellvertretende Klassenelternsprecher an Grund- und Mittelschulen haben keine gesetzlich festgelegte Aufgabe (im BayEUG kommen sie nicht vor), springen aber ein, wenn der Klassenelternsprecher ausfällt. Sie nehmen dann auch an Elternbeiratssitzungen teil, falls der Klassenelternsprecher Elternbeirat ist.

 

ELSA - Beratung für Eltern suchtgefährdeter Kinder

Die Online-Beratung ELSA berät Eltern suchtgefährdeter oder abhängiger Kinder kostenfrei und anonym über Alkohol- und Drogensucht, Internetabhängigkeit, Computerspielsucht und problematisches Glücksspiel, wahlweise im Chat oder per E-Mail. Die professionellen Beraterinnen und Berater sitzen in elf Beratungsstellen in ganz Deutschland. ELSA bietet Eltern auch ein mehrwöchiges strukturiertes Beratungsprogramm an. ELSA wird als Modellprojekt vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

 

Lernen für den Frieden

Die Initiative "Lernen für den Frieden" sucht noch Unterstützer - Unterschriften und Sammler. Am 5. Dezember werden die ersten Unterschriften bei der Kultusministerkonferenz den politisch Verantwortlichen überreicht.

 

∩: Hier ist Inklusion drin.